Willkommen bei Berlins freundlichstem Immobilienmakler!

Categories
Aus der Immobilienbranche

Post vom Gasversorger: Was Hauseigentümer jetzt prüfen sollten

Gaspreiserhöhung 2027: Viele Eigentümer bekommen jetzt Post vom Versorger. Was Sie prüfen sollten – und warum Heizkosten den Hauswert mitbestimmen.

In diesen Wochen liegt in vielen Briefkästen in Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow ein Umschlag, den niemand gern öffnet. Absender: der Gasversorger. Inhalt: eine Preisanpassung zum Jahreswechsel. Ich kenne die übliche Reaktion. Kurz ärgern, Brief auf den Stapel, weitermachen. Genau das ist der Fehler.

Warum Gas zum Jahreswechsel teurer wird

Viele Versorger haben ihre Kunden bisher mit Gas beliefert, das sie früh und vergleichsweise günstig eingekauft hatten. Diese Vorräte gehen zur Neige. Für das kommende Jahr müssen die Anbieter zu deutlich höheren Preisen nachkaufen, und diese Kosten geben sie weiter. Dazu kommen steigende Netzentgelte, also die Gebühren für Leitungen und Netzbetrieb. Branchenbeobachter rechnen deshalb mit Erhöhungen auf breiter Front.

Wie stark es Sie trifft, hängt vor allem an Ihrem Vertrag. Wer in der Grundversorgung steckt oder einen Tarif ohne Preisgarantie hat, spürt es meist zuerst und am deutlichsten.

Auch der Wohnort spielt mit. Die Netzentgelte legt jeder Netzbetreiber für sein Gebiet fest, und Berlin und Brandenburg gehören nach den bisherigen Meldungen nicht zu den günstigen Regionen. Zwei Nachbarn mit gleichem Haus, aber unterschiedlichem Vertrag, können am Ende sehr verschiedene Rechnungen bekommen.

Den Brief nicht abheften, sondern prüfen

Ein Preisbrief ist kein Schicksal. Der Versorger muss eine Erhöhung rechtzeitig ankündigen. Er muss Anlass und Umfang nennen und Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. Fehlt etwas davon, kann die Erhöhung nach Einschätzung der Verbraucherzentralen unwirksam sein.

Das Sonderkündigungsrecht ist Ihr wichtigstes Werkzeug. Sie dürfen zum Tag der Preiserhöhung kündigen, ohne die übliche Kündigungsfrist und ohne Gebühren. Die Reihenfolge entscheidet allerdings: erst den neuen Vertrag abschließen, dann kündigen. Wer nur kündigt, rutscht in die Ersatzversorgung. Und die ist selten ein Schnäppchen.

Mein Rat aus vielen Gesprächen mit Eigentümern: Legen Sie den Brief neben Ihre letzte Jahresabrechnung. Schauen Sie, wie viel Sie tatsächlich verbrauchen. Dann vergleichen Sie in Ruhe. Das kostet einen Abend. Mehr nicht.

Gerade in älteren Häusern erlebe ich oft dasselbe Bild: Der Gasvertrag ist so alt wie die Heizung. Einmal beim Einzug abgeschlossen, nie wieder angeschaut. Viele dieser Eigentümer stecken seit Jahren in der Grundversorgung, ohne es zu wissen. Ein Blick auf die Abrechnung verrät es. Wenn dort „Grundversorgung“ steht, lohnt sich der Vergleich fast immer.

Was Ihr Gastarif mit dem Wert Ihres Hauses zu tun hat

Hier spricht der Sachverständige in mir. Seit fast 30 Jahren sitze ich mit Käufern und Verkäufern am Tisch. Früher drehten sich die ersten Fragen um Lage, Grundriss und Garten. Heute fragt fast jeder Interessent sehr früh: Wie wird geheizt, und was kostet das im Jahr?

Die Heizkosten sind Teil der Rechnung geworden, die ein Käufer im Kopf aufmacht – neben Kaufpreis und Finanzierung. Bei einem älteren Haus mit betagter Gasheizung und wenig Dämmung kalkulieren Käufer die künftigen Kosten mit ein. Und zwar eher großzügig als knapp.

Ich sehe das bei Besichtigungen immer wieder. Steht im Keller ein Kessel aus den Neunzigern, wird es im Raum still. Dann kommen die Fragen nach Fenstern, Dach und Dämmung. Und der Kaufpreis, den der Interessent im Kopf hatte, rutscht leise nach unten. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil er die nächsten Jahre durchrechnet.

Ein günstigerer Tarif ändert daran wenig. Er entlastet Ihr Haushaltsbudget, nicht den Energiezustand Ihres Hauses. Wer verkaufen möchte oder es irgendwann muss, sollte deshalb beides im Blick behalten: die laufende Rechnung und den Zustand des Gebäudes.

Das heißt nicht, dass Sie morgen die Heizung herausreißen müssen. Es lohnt sich aber, die Fakten zu kennen. Wie alt ist der Kessel? Wann wurden Fenster und Dach zuletzt erneuert? Gibt es einen aktuellen Energieausweis? Wer diese Fragen beantworten kann, verhandelt beim Verkauf aus einer starken Position. Und wer bleiben möchte, kann in Ruhe planen, statt unter Druck zu entscheiden.

Eine erste Orientierung, was Ihr Haus heute wert ist, liefert www.derwertermittler.de. Wie stark Heizung und Dämmung den Wert im Einzelfall beeinflussen, schätze ich gern genauer mit Ihnen ein.

Die Zahlen folgen – sobald sie verlässlich sind

Heute habe ich bewusst auf Zahlen verzichtet. Viele Versorger in Berlin und Brandenburg haben ihre Preise für das neue Jahr noch gar nicht veröffentlicht, die Ankündigungen laufen gerade erst an. Prognosen und Schätzungen gibt es reichlich. Beim Rechnen helfen sie Ihnen aber wenig, und ich möchte Ihnen nichts an die Hand geben, das in zwei Wochen schon überholt ist.

Sobald verlässliche Daten vorliegen – vielleicht schon am Donnerstag –, veröffentliche ich sie hier im Magazin. Dann mit den konkreten Preisen, den genauen Fristen für Grundversorgung und Sonderverträge und einer Beispielrechnung, was das für ein typisches Einfamilienhaus hier bei uns in der Region bedeutet. Es lohnt sich also, wieder vorbeizuschauen.

Und wenn Sie sich schon jetzt fragen, ob Ihr älteres Haus energetisch noch zu Ihren Plänen passt – ob Sie modernisieren, behalten oder verkaufen sollten: Sprechen Sie mich an. Persönlich und unverbindlich, über www.mak-Immobilien.de. Ich nehme mir Zeit für Ihre Fragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert