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Verkaufen oder vermieten? Warum die Mietpreise gerade davonziehen
Die Mieten steigen 2026 spürbar schneller als die Kaufpreise.
Ich erkläre, wann Vermieten und wann Verkaufen die klügere Entscheidung ist.
In den letzten Wochen habe ich dieselbe Frage auffällig oft gehört: „Sollte ich das Haus lieber vermieten statt verkaufen? Die Mieten steigen doch gerade so.“ Und ja, sie steigen. Nur ist das allein noch kein guter Grund für eine Entscheidung, die man am Ende nur einmal trifft.
Was die Zahlen gerade wirklich sagen
Die aktuellen Marktdaten vom August 2026 zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser sind bundesweit im zweiten Quartal um 3,2 Prozent gestiegen, in manchen Städten deutlich stärker: Köln kommt bei den Angebotsmieten sogar auf ein Plus von fast 8 Prozent binnen eines Jahres, Hamburg und Leipzig liegen bei über 5 Prozent. Gleichzeitig bewegen sich die Kaufpreise bundesweit fast auf der Stelle, mit leichten regionalen Unterschieden nach oben. Der sogenannte Empirica-Blasenindex ist deshalb zuletzt sogar leicht gesunken – nicht weil der Markt schwächelt, sondern weil sich die Schere zwischen Miete und Kaufpreis wieder etwas schließt.
Für Eigentümer, die gerade eine geerbte Immobilie übernommen haben oder sich im Zuge einer Trennung fragen, was mit dem gemeinsamen Haus passieren soll, klingt das erst einmal nach einem guten Argument fürs Vermieten. Höhere Mieteinnahmen, stabiler Cashflow, vielleicht steigt der Wert ja später noch weiter. Ich verstehe diesen Gedanken. Ich hätte ihn an Ihrer Stelle vermutlich auch.
Warum Vermieten nicht automatisch die klügere Wahl ist
Hier kommt der Teil, den ich in fast 30 Jahren als Makler und Sachverständiger immer wieder erlebe: Eine Zahl aus einer Marktstatistik sagt noch nichts über Ihre persönliche Situation aus. Vermieten bedeutet Verantwortung, die viele unterschätzen. Instandhaltung, Mieterwechsel, irgendwann vielleicht eine energetische Sanierung, weil die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz strenger werden. Bei einer geerbten Immobilie kommt oft noch etwas anderes dazu, das ich sehr oft erlebe: Erbengemeinschaften, die sich uneinig sind, ob vermietet oder verkauft werden soll, und die Immobilie steht am Ende jahrelang in der Schwebe. Das kostet mehr Nerven als jede Mietsteigerung wieder gutmachen kann.
Auch bei einer Trennung sehe ich häufig, dass ein Verkauf am Ende die sauberere Lösung ist. Ein Haus, das beiden gehört, bleibt eine finanzielle und emotionale Verbindung, die viele lieber hinter sich lassen möchten, selbst wenn die Mietrendite auf dem Papier gut aussieht.
Wichtig ist deshalb immer der erste Schritt: der tatsächliche Wert der Immobilie zum jetzigen Zeitpunkt. Nur wer weiß, was das Haus wirklich wert ist, kann seriös durchrechnen, ob sich Vermieten langfristig lohnt oder ob ein Verkauf jetzt die bessere Entscheidung ist. Eine erste Orientierung dazu liefert www.derwertermittler.de, für eine belastbare Einschätzung braucht es aber immer den Blick auf die konkrete Lage, den Zustand und die aktuelle Marktsituation vor Ort.
Meine Einschätzung für Sie
Wenn Sie aktuell selbst überlegen, ob Vermieten oder Verkaufen der richtige Weg ist – gerade in einer Situation, die emotional ohnehin schon anspruchsvoll genug ist – dann sprechen Sie mit mir. Ich schaue mir Ihre Immobilie und Ihre persönliche Lage gemeinsam mit Ihnen an und sage Ihnen ehrlich, welche Option zu Ihnen passt. Nicht die, die gerade am besten in eine Marktstatistik passt. Sie erreichen mich über www.mak-immobilien.de.
(Beitragsbild KI generiert)
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